Einbruchsschutz

Einbruchschutz - Haus und Wohnung absichern

Einbruchsicherung für Haus und Wohnung nicht nur in der Ferienzeit wichtig

Darauf freuen wir uns das ganze Jahr – der wohlverdiente Urlaub am Meer, in den Bergen oder in der Metropole. Doch gerade während der Urlaubszeit im Sommer fürchten viele von uns, dass zu Hause eingebrochen wird. Das ist keine unberechtigte Sorge. Zwar sinkt die Zahl der Wohnungseinbrüche in den letzten Jahren, die Einbruchrate ist mit rund 75.000 Fällen im Jahr 2020 aber nach wie vor hoch. Die Statistik des Bundeskriminalamtes zeigt, dass die meisten Einbrüche im Herbst und Winter stattfinden. Aber auch die Sommerferien-Monate Juni bis August und die damit verbundenen Abwesenheiten nutzen Diebe, um in Wohnungen und Häuser einzudringen.

Damit wir uns bei längerer Abwesenheit nicht allzu große Sorgen machen müssen, ist ein guter Einbruchschutz für Haus und Wohnung unerlässlich. Denn neben dem materiellen Schaden kann ein Einbruch eine große psychische Belastung sein.

Einbruch-Statistik in Deutschland – 2020 alle 7 Minuten ein Einbruch

Das Bundeskriminalamt weist für das Jahr 2020 rund 75.000 Wohnungseinbrüche aus. Das bedeutet, dass in Deutschland pro Tag etwa 205 Wohnungseinbrüche stattfinden oder alle 7 Minuten in eine Wohnung oder in ein Haus eingebrochen wird. Besonders betroffen sind dabei Großstädte wie Bremen, Hamburg oder Berlin. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich 2020 auf 216.000.000 Euro. Und wer glaubt, dass die Täter nach einem Einbruch schnell gefasst werden, irrt sich leider: Deutschlandweit liegt die polizeiliche Aufklärungsquote bei etwa 17,6 %.

Sichtbarer Einbruchschutz an Türen und Fenstern

Bei Einbrechern sind Einfamilienhäuser und Wohnungen im Erdgeschoss besonders beliebt. Hier gelangen sie häufig über Terrassentür, Balkontür oder Fenster ins Haus. Darum ist es ratsam, dort einen Einbruchschutz anzubringen. Einbrecher beenden den Einbruchsversuch bereits nach wenigen Minuten, wenn sie bis dahin nicht ins Haus oder in die Wohnung eindringen konnten. Einen guten Einbruchschutz können Sie nicht nur bei Neubauten oder Modernisierungen realisieren, auch nachträglich lässt sich die Sicherheit von Haus oder Wohnung deutlich verbessern.

Terrassentür und Balkontür sichern

Eine Terassentür oder Balkontür wird bei Einbrüchen häufig aufgehebelt. Die Scharniere dieser Türen müssen hochwertig sein. Mechanische Sicherungen wie Balkonriegelschlösser sowie Mehrfachverriegelungen an allen Außentüren können einen Einbruch durch die Terrassentür, Eingangs- oder Wohnungstür verhindern. Hebe- und Schiebetüren sind sicherer, wenn sie absperrbare Beschläge oder Verschlussvorrichtungen haben. Zusätzlich bieten Rollläden mit einer Hochschiebesicherung Schutz.

Fenster sichern

Fenster sollten Sie mit Zusatzschlössern oder besser gleich mit verschließbaren Griffen sichern. Abschreckend wirken ebenfalls Rollläden. Nicht zu vergessen die Kellerfenster: Sichern Sie diese am besten mit engmaschigen Gitterrosten ab, die befestigt sind. Garagen mit Zugang zum Haus sind ebenfalls eine mögliche Schwachstelle.

Übersicht mit Möglichkeiten zur Einbruchsicherung

Erfahren Sie hier, was Sie bei der Absicherung von Fenstern, Kellerfenstern und Rollläden beachten sollten und welche Systeme helfen, um Terrassentüren, Wohnungs- oder Eingangstüren zu sichern. 

Bauteil von Haus oder WohnungMechanischer EinbruchschutzElektronische Einbruchssicherung
Fenster sichernPilzkopfbeschläge
Abschließbare Fenstergriffe
Aufschraubsicherungen
Einbruchhemmende Folie
Alarmanlage
Sensoren für Smart-Home-Systeme, die jedes Öffnen sofort melden
Rollladen sichernSchutz gegen Hochschieben
Rollladenpanzer aus Aluminium, Stahl oder Holz
Verstärkte Führungsschienen
Elektrische Rollläden mit Zeitschaltuhr
Elektrische Rollläden mit Lichtsensor
Elektrische Rollläden eingebunden in ein Smart-Home-System
Terrassentür sichernsiehe Fenstersicherungsiehe Fenstersicherung
Eingangstür/Wohnungstür sichernSicherheitsbeschlag mit Schutz gegen Aufbohren und Schlossziehen
Zusatzschloss
Sicherungs-Querriegel
Sicherheitsschließzylinder
Sicherheitseinsteckschloss
Verstärktes Schließblech
Bandseitensicherung
Sicherheitsfolie für Glaseinsätze
Alarmanlage
Sensoren für Smart-Home-Systeme, die jedes Öffnen melden
Video-Türspione, die es als Teil eines Smart-Home-Systems erlauben, Besucher zu sehen und von jedem Ort per App zu kommunizieren. 
So erscheinen die Bewohner jederzeit anwesend
Kellerfenster sichernsiehe Fenstersicherung
Zusätzliches Fenstergitter
Gitterrost sichern
Teleskopstange anbringen
Alarmanlage
Sensoren, die jedes Öffnen über ein Smart-Home-System anzeigen
Innenraum sichernBewegungsmelder eingebunden in ein Smart-Home-System 
Kombination der Bewegungsmelder mit Kameras, 
die ebenfalls in das Smart-Home-System integriert sind


Gut zu wissen: Polizeiliche Beratungsstellen informieren kostenlos über Sicherheitstechnik und Einbruchschutz für Wohnungen und Häuser. Die Spezialisten stellen verschiedene einbruchhemmende Lösungen vor und zeigt, wie Sie Ihre Wohnung einbruchsicher machen können. 

Typischer Irrtum: Ich kann nichts gegen einen Einbruch machen.
Sie glauben, dass Sie nichts gegen einen Einbruch unternehmen können und ein Einbruchschutz nicht hilft? Die Erfahrung der Polizei zeigt, dass Einbrecher wenig Geduld haben. Lässt sich das Fenster oder die Terrassentür nicht innerhalb von wenigen Minuten aufhebeln, geben sie auf, da die Gefahr, entdeckt zu werden, mit jeder Sekunde steigt. Daher können Sicherungstechniken, die bereits von außen sichtbar sind, Täter abschrecken.

Anwesenheit simulieren als Einbruchschutz

Einbrecher meiden die Begegnung mit Bewohnern, weshalb vorübergehend unbewohnte Häuser ins Visier geraten können. Aus dem Grund sollten Sie insbesondere bei längeren Reisen als Einbruchschutz Ihre Anwesenheit simulieren. Eine Zeitschaltuhr mit Zufallsbetrieb sorgt dafür, dass in unregelmäßigen Abständen Licht und Radio in unterschiedlichen Räumen des Hauses angehen. Informieren Sie Ihre Nachbarn darüber, damit diese nicht in einer falschen Annahme die Polizei rufen. 

Empfehlenswert ist es, Ihren Briefkasten regelmäßig leeren zu lassen. Auf gar keinen Fall sollten Sie über Anrufbeantworter, Zettel an der Tür oder sonst wie verkünden, dass Sie verreist sind. Riskant können auch Postings vor oder während eines Urlaubs in sozialen Netzwerken sein.

Typischer Irrtum: Einbrecher kommen nachts.
Sie glauben, dass Einbrecher vor allem nachts kommen? Das ist ein Irrtum. Um Begegnungen mit Bewohnern zu vermeiden, kommen sie üblicherweise, wenn niemand zu Hause ist: tagsüber, am frühen Abend, an Wochenenden oder in der Urlaubszeit. Die Jahreszeiten Herbst und Winter sind aufgrund der frühen Dämmerung die Zeit, in der viele Einbrüche stattfinden. 

Hohe Schäden vermeiden und Wertsachen sicher deponieren

Leider lässt sich ein Einbruch niemals hundertprozentig vermeiden. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wertgegenstände nicht so leicht zu finden sind. Vermeintlich sicher geglaubte Verstecke wie beispielsweise die Buchattrappe, in der Sie Ihr Bargeld verstecken, haben sich längst in Einbrecherkreisen herumgesprochen. Auch unter der Matratze oder im Wäscheschrank ist das Bargeld nicht sicher. Hohe Geldsummen, teuren Schmuck und wertvolle Münzen bewahren Sie am besten in einem Bankschließfach auf. 

Wussten Sie schon? Wertsachen in einem Bankschließfach sind über die Hausratversicherung abgedeckt.

Sie möchten sich einen Safe anschaffen, um Ihre Wertgegenstände zu Hause sicher zu deponieren? Dann achten Sie auf besondere Anforderungen, die Ihre Hausratversicherung hinsichtlich Wertschutzschränken macht. Oft gibt es besondere Anforderungen an den Safe hinsichtlich Zertifizierung und Mindestgewicht.

Hausratversicherung - Absicherung gegen finanzielle Schäden

Eine Hausratversicherung ist sinnvoll, wenn Sie sich gegen finanzielle Schäden durch einen Einbruchdiebstahl absichern möchten. Die HanseMerkur ersetzt nicht nur die Kosten zur Wiederanschaffung der gestohlenen Gegenstände, sondern übernimmt auch die Reparaturkosten für Türen, Fenster, Rollläden etc. - auch bei einem versuchten Einbruch. Wir leisten Ersatz für die Beseitigung von Vandalismusschäden, die durch einen Einbruch entstehen können. 

Informieren Sie über diese und weitere Vorteile: 

Ratsam und empfehlenswert für Mieter bzw. Eigentümer: Gegen Einbruchdiebstahl sichern Sie Ihr Hab und Gut günstig und leistungsstark mit unserer Hausratversicherung ab.

Hausratversicherung

Typischer Irrtum: Bei mir ist nichts zu holen. 
Sie glauben, bei Ihnen ist nichts zu holen, weil Sie keinen Original-Picasso besitzen? Dass sich ein Einbruchschutz gar nicht lohnt? Einbrecher hoffen immer auf eine Beute und nehmen jede Gelegenheit wahr, einzudringen. Und unterschätzen Sie den Wert Ihres Besitzes nicht. Tablet, Notebook, Spielekonsole oder ein paar hundert Euro Bargeld lassen sich schnell in einem Rucksack verstauen und sind vielen das Risiko wert. 

Einbruchschutz für Haus und Wohnung - Checkliste

Die richtige Einbruchssicherung beginnt tatsächlich bei unserem Verhalten. Wenn wir möglichen Tätern die Gelegenheit nehmen, in unser Haus oder Wohnung einzudringen, haben wir bereits etwas zum Schutz unseres Eigentums getan. 

Hier eine Checkliste zum Einbruchschutz und sicherheitsbewusstem Verhalten:

Türen und Fenster

  • Vermeiden Sie grobe Fahrlässigkeit und lassen Sie Fenster nicht auf Kipp stehen, wenn Sie das Haus verlassen.
  • Schließen Sie Ihre Haustür immer ab, auch bei kurzer Abwesenheit. Schließen Sie Balkontüren und Terrassentüren.
  • Mechanische Sicherheitstechnik wie beispielsweise abschließbare Griffe, Rahmensicherungen und Sicherheitsschlösser sowohl an Fenstern als auch Balkon- und Terrassentür sowie Haustür machen es Einbrechern schwer.

Schlüssel

  • Deponieren Sie Schlüssel niemals vor der Wohnung oder vor dem Haus.
  • Wenn Sie Ihre Schlüssel verlieren, tauschen Sie die Schließzylinder.

Außenbereich

  • Lassen Sie kein Gartenwerkzeug oder Leitern offen herumliegen und schließen Sie Garagen und Gartenhäuschen ab.
  • Sorgen Sie im Außenbereich für ausreichend Beleuchtung. Scheinwerfer mit Bewegungsmeldern eignen sich gut, um ungebetene Gäste abzuschrecken.
  • Alarmanlagen und Kameras stellen einen sehr effektiven Schutz dar. Wem dies zu teuer ist, der kann auf günstige Attrappen zurückgreifen.

Sonstiges

  • Simulieren Sie Anwesenheit, wenn Sie abwesend sind. Verwenden Sie Zeitschaltuhren, insbesondere wenn Sie auf Reisen sind oder beim abendlichen Theaterbesuch.
  • Am sichersten sind Ihre Wertgegenstände in einem Bankschließfach, insbesondere, wenn diese einen hohen ideellen Wert haben.
  • Achten Sie auf fremde und auffällige Personen auf oder in der Nähe Ihres Grundstückes und informieren Sie im Zweifelsfall die Polizei.
  • Für den Fall der Fälle ist es sinnvoll, sich im Haus befindliche Wertgegenstände idealerweise mit Bildern in einer Stehlgutliste zu dokumentieren.
  • Sichern Sie sich vor den finanziellen Folgen eines Einbruchs in Ihre Wohnung oder Ihr Haus mit einer Hausratversicherung ab.
Zur Hausratversicherung

Typischer Irrtum: Ein Einbruch ist mir egal, ich bin ja versichert.
Sie glauben, dass Ihnen ein Einbruch eigentlich egal sein kann, da Sie versichert sind? Es ist in jedem Fall gut, dass Sie Ihr Hab und Gut mit einer Hausratversicherung absichern. Einbrecher stehlen jedoch nicht nur Dinge, die Geld ersetzen kann. Bei der Suche nach Wertgegenständen zerstören sie auch vermeintlich Wertloses. Keine Versicherung kann Ihnen den ideellen Wert von Erinnerungsstücken ersetzen. Und das Gefühl der Unsicherheit und Hilfslosigkeit, das sich nach einem Einbruch einstellt, ist nicht mit Geld zu beheben. 

Staatliche Förderung für den Einbruchschutz

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Maßnahmen zum Einbruchschutz mit bis zu 1.600 Euro. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von den Investitionskosten. Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören zum Beispiel:

  • Einbruchhemmende Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren
  • Nachrüstsysteme für Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren
  • Nachrüstsysteme für Fenstertüren und Fenster
  • Gefahrwarnanlagen
  • Sicherheitstechnik in Smarthome-Anwendungen

Wichtig für den Zuschuss zum Einbruchschutz ist, dass er beantragt wird, bevor Sie mit den Arbeiten anfangen. Auf der Webseite der KfW finden Sie weitere förderfähige Maßnahmen, Bedingungen sowie den Zuschuss-Antrag.

Hinweis: Unsere Redaktion hat die Inhalte der Artikel mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und erstellt. Die Informationen im Ratgeber dienen als Orientierungshilfe und sollen dem Leser eine erste Auskunft über verschiedene Themen geben. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die HanseMerkur dennoch keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen übernimmt.
 

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