Häufige Krebsarten

Häufigste Krebsarten in Deutschland

Die 10 häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen

Für viele von uns gehört eine Krebserkrankung zu den größten Ängsten. Die Sorge ist leider nicht unbegründet. Fast jeder von uns hat Verwandte, Freunde oder Bekannte, die an Krebs erkrankt sind oder waren. In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Im Jahr 2022 sind geschätzt etwa 236.394 Frauen und 267.772 Männer in Deutschland mit einer Krebserkrankung diagnostiziert worden (Quelle: RKI). 

Krebs kann in verschiedensten Organen des Körpers auftreten. Welche Krebsart am häufigsten vorkommt, ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. Wir stellen Ihnen die häufigsten Krebsarten bei Frauen und die häufigsten Krebsarten bei Männern vor. 

Häufigste Krebsarten bei Frauen

Laut der Publikation „Krebs in Deutschland – 2019/2020“ des RKI erkranken Frauen erkranken mit Abstand am häufigsten an Brustkrebs (70.000 Neuerkrankungen pro Jahr), gefolgt von Darmkrebs und Lungenkrebs. Die 10 häufigsten Krebsarten bei Frauen sind*:

  1. Brustkrebs 30,5 %
  2. Dickdarmkrebs 10,5 %
  3. Lungenkrebs 9,8 %
  4. Haut-Melanom 4,9 %
  5. Gebärmutterkörperkrebs 4,7 %
  6. Bauchspeicheldrüsenkrebs 4,3 %
  7. Non-Hodgkin-Lymphome 3,6 %
  8. Eierstockkrebs 3,1 %
  9. Leukämie (Blutkrebs): 2,4 %
  10. Magenkrebs 2,3 %

Zusammenfassung:

Welches sind die 5 häufigsten Krebsarten bei Frauen? Brustkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs, Hautkrebs und Gebärmutterkrebs

Häufigste Krebsarten bei Männern

Männer erkranken mit Abstand am häufigsten an Prostatakrebs (65.000 Neuerkrankungen pro Jahr), danach folgen Lungenkrebs und Dickdarmkrebs. Die 10 häufigsten Krebsarten bei Männern sind*:

  1. Prostatakrebs 25,1 %
  2. Lungenkrebs 13,0 %
  3. Darmkrebs 11,7 %
  4. Harnblasenkrebs 4,8 %
  5. Haut-Melanom 4,7 %
  6. Non-Hodgkin-Lymphome 3,9 %
  7. Bauchspeicheldrüsenkrebs 3,9 %
  8. Nierenkrebs 3,6 %
  9. Krebs in Mundhöhle und Rachen 3,5 %
  10. Magenkrebs 3,5 %

Zusammenfassung: 

Welches sind die 5 häufigsten Krebsarten bei Männern? Prostatakrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs, Blasenkrebs und Hautkrebs

*Quelle der Daten ist das Zentrum für Krebsregisterdaten. Stand der Daten ist 2023.

Gesetzliche Krebsvorsorge

Das gesetzliche Krebsvorsorgeprogramm umfasst Untersuchungen zur Früherkennung von fünf verschiedenen Krebsarten: Darmkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs. Abhängig von Alter und Geschlecht können bestimmte Vorsorgeprogramme in Anspruch genommen werden. Die Teilnahme an dem Krebsfrüherkennungsprogramm ist freiwillig und Versicherte in Deutschland haben Anspruch auf folgende Früherkennungsuntersuchungen (Quelle: G-BA):

Hautkrebs: Ab 35 Jahre: Untersuchung der Haut (alle zwei Jahre)

Darmkrebs: Ab 50 Jahre: Stuhltest auf okkultes Blut (jährlich). Männer ab 50 Jahre und Frauen ab 55 Jahren: Darmspiegelung (zweimal im Leben)

Gebärmutterhalskrebs: Frauen zwischen 20 und 34 Jahren: Papanicolaou-Test (jährlich). Frauen ab 35 Jahren: Test auf Humane Papillomviren sowie Papanicolaou-Test (alle drei Jahre)

Prostatakrebs: Männer ab 45 Jahre: Tastuntersuchung der Prostata (jährlich)

Brustkrebs: Frauen ab 30 Jahre: Tastuntersuchung (jährlich). Frauen zwischen 50 und 75 Jahren: Mammographie, also Röntgenaufnahme der Brust (alle zwei Jahre)

Krebsneuerkrankungen Krebsarten

Ein Vergleich mit den häufigsten Krebsarten von Männern und Frauen zeigt jedoch, dass die gesetzliche Regelmaßnahme zur Vorsorge lediglich 45 % der jährlichen Krebsneuerkrankungen umfassen. Etwa 55 % der Neuerkrankungen sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Krebsvorsorge.

So sind zum Beispiel Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Non-Hodgkin-Lymphome, Krebs in Mundhöhle oder Rachen, Nierenkrebs oder Magenkrebs nicht Bestandteil der gesetzlichen Vorsorge. Dies sind alles Krebsarten, die zu den 10 häufigsten Krebsarten bei Männern bzw. Frauen gehören.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Vorsorgeuntersuchungen.

Vorsorgeuntersuchungen sind eine wichtige Möglichkeit, um frühzeitig Krankheiten zu erkennen. Wir informieren über die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen für Männer und Frauen.

Vorsorgeuntersuchungen

Bluttest zur Krebsfrüherkennung

Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Bluttests wie PanTum Detect® helfen dabei und ergänzen die gesetzliche Krebsvorsorge sinnvoll. Dieser Test kann Hinweise auf verschiedenste Krebsarten geben, noch bevor erste Anzeichen dafür auftreten. Aufgrund der unkomplizierten Durchführung kann der Bluttest problemlos jährlich vorgenommen werden.

Mit der Zusatzversicherung Krebs-Scan für gesetzlich und privat Versicherte können Sie an einem innovativen Programm der HanseMerkur zur Krebsfrüherkennung teilnehmen, welches Sie rundum versorgt. Eingebettet in einen eigens dafür entwickelten Versicherungstarif, kombiniert Krebs-Scan die Stärken des PanTum Detect®-Bluttests mit denen der modernen Bildgebung (wie MRT oder PET/CT). Der Test liefert anhand bestimmter Enzyme im Blut den entscheidenden Hinweis, welche der getesteten Personen von einer bildgebenden Untersuchung profitieren würden.
 

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Häufige Krebsarten und frühzeitiges Erkennen einer Erkrankung

Egal, wie häufig eine Krebsart vorkommt: Je früher sie erkannt wird, umso besser sind die Chancen auf Heilung. Therapien können früher ansetzen und sind meist schonender. Ein Blick auf die häufigsten Krebsarten für Männer und Frauen zeigt, dass die Maßnahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge etwa 45 % der jährlichen Krebsneuerkrankungen abdecken. Das HanseMerkur Programm zur Krebsfrüherkennung Krebs-Scan ergänzt die gesetzlichen Früherkennungsmethoden sinnvoll und begleitet Versicherungsnehmer rundum.

Hinweis: Unsere Redaktion hat die Inhalte der Artikel mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und erstellt. Die Informationen im Ratgeber dienen als Orientierungshilfe und sollen dem Leser eine erste Auskunft über verschiedene Themen geben. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die HanseMerkur dennoch keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen übernimmt.
 
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